Muffiger Geruch im Keller: So findest und beseitigst du die Ursache
Ein muffiger Geruch im Keller wird häufig als typisch für ältere Gebäude angesehen. Trotzdem sollte er nicht einfach hingenommen werden. Der Geruch kann durch feuchte Wände, schlecht belüftete Räume, nasse Kartons oder versteckten Schimmel entstehen. Raumsprays und Duftmittel überdecken das Problem lediglich für kurze Zeit.
Damit der Keller dauerhaft besser riecht, muss zunächst die Geruchsquelle gefunden werden. Dabei lohnt es sich, systematisch vorzugehen und auch wenig sichtbare Bereiche zu kontrollieren.
Feuchtigkeit als häufigste Ursache
Kellerräume sind meistens kühler als die übrigen Wohnräume. Gelangt warme und feuchte Luft in den Keller, kann sie an kalten Wänden und Böden kondensieren. Das passiert besonders häufig im Sommer, wenn Fenster über längere Zeit geöffnet bleiben.
Ein Hygrometer zeigt, wie hoch die Luftfeuchtigkeit im Keller ist. Zusätzlich sollten Wände, Raumecken und der Bereich hinter Regalen überprüft werden. Abplatzende Farbe, dunkle Verfärbungen oder feuchte Stellen können auf ein tieferliegendes Problem hinweisen.
Den Keller richtig lüften
Im Winter und während kühler, trockener Wetterphasen lässt sich ein Keller meist gut lüften. Im Sommer ist dagegen Vorsicht notwendig. Warme Außenluft enthält häufig viel Feuchtigkeit. Kühlt sie im Keller ab, kann sich Wasser an den kalten Oberflächen absetzen.
Während warmer Monate sollte deshalb vorzugsweise früh am Morgen oder spät in der Nacht gelüftet werden, sofern die Außenluft tatsächlich kühler und trockener ist. Fenster dauerhaft gekippt zu lassen, kann das Feuchtigkeitsproblem verschärfen.
Kartons und Textilien kontrollieren
Pappkartons nehmen Feuchtigkeit aus der Umgebung auf und entwickeln schnell einen modrigen Geruch. Auch Teppiche, alte Kleidung, Polstermöbel und Bücher können Feuchtigkeit speichern. Befallene oder stark riechende Gegenstände müssen aus dem Keller entfernt und geprüft werden.
Für die Lagerung sind geschlossene Kunststoffboxen häufig besser geeignet als Kartons. Die Behälter sollten jedoch nur mit vollständig trockenen Gegenständen befüllt werden. Direkt an einer kalten Außenwand dürfen weder Boxen noch Regale dicht anliegen.
Regale mit Abstand zur Wand aufstellen
Stehen Schränke oder Regale unmittelbar vor einer Kellerwand, kann die Luft dahinter kaum zirkulieren. Dort bleibt Feuchtigkeit besonders lange erhalten. Schimmel und muffige Gerüche werden dann häufig erst spät bemerkt.
Ein kleiner Abstand zwischen Wand und Einrichtung verbessert die Luftzirkulation und erleichtert regelmäßige Kontrollen. Gegenstände sollten außerdem nicht unmittelbar auf einem möglicherweise feuchten Kellerboden stehen.
Geruch nicht nur überdecken
Schalen mit Natron oder Aktivkohle können leichte Gerüche vorübergehend aufnehmen. Sie beseitigen jedoch weder feuchte Wände noch einen Schimmelbefall. Solche Mittel sind deshalb nur als Ergänzung geeignet, nachdem die eigentliche Ursache behoben wurde.
Bei sichtbarem Schimmel, wiederkehrender Nässe oder großflächigen Verfärbungen ist eine fachkundige Beurteilung sinnvoll. Besonders wichtig ist das, wenn der Keller als Arbeits-, Hobby- oder Wohnraum genutzt wird.
Fazit: Ein muffiger Keller braucht Ursachenforschung
Muffiger Geruch im Keller entsteht häufig durch Feuchtigkeit und schlecht belüftete Gegenstände. Kartons, Textilien und Bereiche hinter Möbeln sollten zuerst kontrolliert werden. Richtiges Lüften, trockene Lagerbehälter und ausreichend Abstand zu den Wänden können das Raumklima verbessern. Bleiben Wände feucht oder tritt Schimmel auf, reicht einfaches Lüften jedoch nicht aus.


