Reifendruck prüfen: Sicherheit erhöhen und Kraftstoff sparen
Mal ehrlich, wann hast du das letzte Mal deinen Reifendruck geprüft? Viele Autofahrer denken erst daran, wenn die Reifendruckwarnleuchte im Cockpit aufleuchtet, obwohl der Check eigentlich in fünf Minuten an jeder Tankstelle erledigt ist. Dabei kann regelmäßiges Reifendruck prüfen echt einiges bringen, sowohl bei der Sicherheit unterwegs als auch beim Spritverbrauch über das Jahr gesehen.
Warum der Reifendruck überhaupt so wichtig ist
Ein zu niedriger Reifendruck sorgt für einen deutlich längeren Bremsweg, ein schlechteres Verhalten in Kurven und einen erhöhten Verschleiß an den Reifenflanken. Die Reifen erwärmen sich dabei auch stärker, weil sich die Lauffläche mehr verformt, was auf Dauer sogar zu einem Reifenschaden führen kann.
Ist der Druck dagegen zu hoch, leidet vor allem der Fahrkomfort, das Fahrzeug wird härter und unruhiger, außerdem verringert sich die Haftung auf der Straße, weil weniger Lauffläche wirklich Kontakt zum Asphalt hat. Beides, zu wenig und zu viel Druck, ist also nicht ideal und sollte vermieden werden.
Nebenbei spielt der richtige Reifendruck auch beim Kraftstoffverbrauch eine Rolle. Ein zu geringer Druck erhöht den Rollwiderstand spürbar, wodurch der Motor mehr arbeiten muss und mehr Sprit verbraucht wird, teilweise messbar mehrere Prozent im Jahr.
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Wie oft sollte man kontrollieren?
Am besten checkst du den Druck regelmäßig, etwa einmal im Monat, mindestens aber vor größeren Fahrten oder dem Start in den Urlaub, wenn das Auto zusätzlich beladen ist. Auch bei starken Temperaturwechseln, zum Beispiel wenn es im Herbst plötzlich richtig kalt wird, lohnt sich ein zusätzlicher Blick, weil sich der Luftdruck mit der Außentemperatur ständig leicht verändert.
Als grobe Faustregel gilt: Pro zehn Grad Temperaturunterschied verändert sich der Reifendruck um etwa 0,1 bis 0,2 Bar. Das klingt wenig, kann sich über die Jahreszeiten aber durchaus summieren.
So machst du es richtig, Schritt für Schritt
- Am besten die Reifen kalt messen, also bevor du länger als ein paar Minuten gefahren bist, da sich der Druck beim Fahren durch Wärme erhöht.
- Die vom Hersteller empfohlenen Werte nutzen, nicht einfach nach Gefühl schätzen.
- Vorder- und Hinterachse können unterschiedliche Werte benötigen, je nach Fahrzeugmodell und Gewichtsverteilung.
- Bei voller Beladung mit mehreren Personen oder Gepäck gelten oft höhere Empfehlungswerte, die separat angegeben sind.
- Nach der Kontrolle das Ventil wieder ordentlich mit der Kappe verschließen, damit kein Schmutz eindringt.
- Auch den Ersatzreifen oder das Reserverad nicht vergessen, falls vorhanden.
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Wo findet man die richtigen Werte?
Meistens klebt ein kleiner Aufkleber an der Innenseite der Fahrertür, manchmal auch an der Tankklappe oder im Handschuhfach. Alternativ steht der empfohlene Druck auch immer in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs, meist mit separaten Werten für Normalbeladung und Vollbeladung.
Wichtig zu wissen: Der Wert, der direkt auf der Reifenflanke steht, ist nur der maximal zulässige Druck des Reifens selbst, nicht der für dein spezifisches Fahrzeug empfohlene Wert. Diese beiden Angaben werden häufig verwechselt.
Nicht nur den Druck, auch den Zustand der Reifen checken
Während du sowieso schon an der Tankstelle oder in der Garage dabei bist, lohnt sich gleich ein genauerer Blick auf die Reifen selbst. Risse in der Gummioberfläche, kleine Steine, die sich im Profil festgesetzt haben, oder ein auffällig ungleichmäßiger Abrieb können Hinweise auf ein größeres Problem sein, etwa eine falsche Achsvermessung.
Auch die Profiltiefe sollte regelmäßig überprüft werden, gesetzlich vorgeschrieben ist ein Minimum von 1,6 Millimetern, für gute Sicherheit sollten es aber eher mehr sein. Im Zweifel lohnt sich lieber eine zusätzliche Fahrt in die Werkstatt, als ein Problem zu ignorieren.
Fazit
Reifendruck prüfen dauert kaum länger als das Auftanken selbst, kann aber richtig viel bewirken, sowohl für mehr Sicherheit unterwegs als auch für einen spürbar niedrigeren Spritverbrauch über das Jahr. Also einfach mal die kostenlose Luftpumpe an der nächsten Tankstelle nutzen, es lohnt sich wirklich und dauert nur wenige Minuten.





